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Mips®

Mips 3

Was ist das Mips®-Sicherheitssystem und wie funktioniert es?

Das Gehirn reagiert typischerweise empfindlicher auf Rotationsbewegung als auf lineare Bewegungen, weil es eine ähnliche Scherfestigkeit aufweist wie Wasser oder Gel. Wenn sich durch Rotationsbewegung verschiedene Bereiche des Gehirns versetzt zueinander bewegen, kann das Gewebe gedehnt werden, was Gehirnerschütterungen oder andere Hirnverletzungen verursacht.

Rotationsbewegung ist eine häufige Ursache für Gehirnerschütterungen und schwerere Hirnverletzungen bei einem schrägen Aufprall auf den Kopf. Das Mips®-Sicherheitssystem besteht aus einer reibungsarmen Schale, die im Inneren des Helms befestigt ist. Die reibungsarme Schale ist so konstruiert, dass sie bei einem Unfall im Helm geringfügig gleitet, damit Kräfte vom Kopf weggeleitet werden können. So soll sie helfen, das Risiko von Hirnverletzungen zu reduzieren.

Die Abkürzung Mips® steht für Multi-Directional Impact Protection System. Die Technologie wurde entwickelt, um den Helmträger insbesondere bei einem Sturz mit Schrägaufprall in Folge einer Rotationsbewegung bestmöglich vor Kopf- und Hirnschäden zu schützen.

Die Geschichte von Mips®

Der schwedische Neurochirurg und emeritierte Hochschulprofessor Hans von Holst hat sich der Erforschung von Hirnverletzungen verschrieben. 1996 begann er damit, die Konstruktion von Helmen zu untersuchen, weil er herausfinden wollte, warum ständig Patienten mit Hirnverletzungen ins Krankenhaus kamen, die sie sich bei einem Sturz zugezogen hatten – obwohl sie einen Helm getragen hatten. Im Zuge seiner Forschungen erkannte er, dass die meisten erhältlichen Helme keinen ausreichenden Schutz boten. 

Gemeinsam mit dem Ingenieur Peter Halldineinem jungen Wissenschaftler an der Schwedischen Königlich-Technischen Hochschule (KTH), wollte er im Rahmen umfassender Forschungen herausfinden, wie und warum es trotz eines Helms zu Kopf- und Halsverletzungen kommt. 

Mittlerweile ist das Mips-System in neun von zehn großen Fahrrad- und Wintersporthelmmarken erhältlich, außerdem in Motorrad-, Reit-, Eishockey-, Kletter- und Kinderhelmen sowie in LEAF- (Law Enforcement & Armed Forces) und Arbeitsschutzhelmen. 

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